In einer ruhigen Minute des verschneiten Märzbeginnes 2010, in der Herr Mörike leider noch nicht
flattern kann, beginne ich nun die über den Winter durchgeführten Arbeiten an meiner SV1000S Bj.2004
für die Nachwelt festzuhalten.
Um bei dieser Maschine den Motor auszubauen sind ein paar spezielle Schlüssel notwendig, die mir aber
durch mechanische Fertigung eines süddeutschen Premiumfahrzeugherstellers Zeit- und Kostengünstig zur
Verfügung gestellt werden konnten. Mit Hilfe dieser sogenannten Schubeinsteller war der Ausbau dann
auch entsprechend einfach. Mal abgesehen von der Inkompatibilität der Zugänglichkeits- sowie
Wartungsfreundlichkeitsanalyse japanischer Ingenieure und teutonischer Schrauberhände. Und wer zur
Hölle verbaut sonst noch Schrauben mit 23er Schlüssel?
Motor draussen – Motor auseinander. Ist auch mit dem normalen Werkzeugkasten zu erledigen, sogar
einfacher als der eigentliche Ausbau. Nach der eingängigen Analyse durch gewisse Koryphäen erfolgte
simultan zur Kontaktaufnahme mit dem Vertreiber eines gewissen Zusatzsteuergerätes die
Brannraumbearbeitung. Diese sowie die Kolbenböden wurden mit Hilfe eines Kleinschleifgerätes eines
namhaften Herstellers und der dazugehörigen flexiblen Welle von ihrer Guss- respektive im Falle der
Kolben erstaunlich rauhen Schmiedeoberfläche befreit, ein paar ungünstige Kanten entfernt und auf
metallisch glänzende Oberfläche gebracht. Natürlich wurden auch Ein- und Auslasskanäle von Gusshaut und
Graten entfernt, um Frisch- und Abgas nicht am strömen zu hindern.
Das Vermessen der Quetschkante am offenen Motor offenbarte einiges an Potential für die Gemischbewegung
im Brennraum. So wurde die Quetschkante von der Motorenistandsetzung Ganslmaier mit x,x mm gemessen.
Das war zu viel. Also runterfräsen auf 0,9 mm. Weil die Jungs gleich dabei waren, durften sie das böse
Sekundärluftsystem zuschweißen und die Ventilsitze neu einschleifen.
Nun ging es eigentlich nur noch um den Zusammenbau des ganzen.
Motor zusammen und rein in den Rahmen. Hier sei dem netter Helfer mit den Geheimratsecken gedankt.
Größere Schwierigkeiten bereitete das Beschaffen von geeigneten Einschweißmuffen für die neuen
Breitband-Lambda-Sonden und eines entsprechenden Stopfens zum Verschließen des nun obsoleten Loches der
alten Lambda-Sonde. Auch dieses konnte glücklicherweise wieder äußerst aufwandsneutral durch gewisse
mechanische Barbeitung erfolgen.
In einer ruhigen Minute des verschneiten Märzbeginnes 2010, in der Herr Mörike leider noch nicht flattern kann, beginne ich nun die über den Winter durchgeführten Arbeiten an meiner SV1000S Bj.2003 für die Nachwelt festzuhalten.

Puzzle für Anfänger
Um bei dieser Maschine den Motor auszubauen sind ein paar spezielle Schlüssel notwendig, die mir aber durch eine gewisse mechanische Fertigung zeit- und kostengünstig zur Verfügung gestellt werden konnten. Mit Hilfe dieser sogenannten Schubeinsteller-Sicherungsmutter-Schlüssel war der Ausbau dann auch entsprechend einfach. Mal abgesehen von der Inkompatibilität der Zugänglichkeits- sowie Wartungsfreundlichkeitsanalyse japanischer Ingenieure und teutonischer Schrauberhände. Und wer zur Hölle verbaut sonst noch Schrauben mit 23er Schlüssel?
Share on Facebook