31.07.2011

Tour Tag 5

Durchfährt man die Provence mit dem Motorrad, so beschleicht einen schon das Gefühl, der Herr hätte dieses wunderschöne Stückchen Land nur deshalb so aufgeworfen und verwunden, dass irgendjemand irgendwann auf die Idee käme genau dort eine Straße zu bauen, nur um sich darauf mit einem einspurigen, völlig übermotorisierten Kraftfahrzeug fortbewegen zu können.

Sowohl Strecke als auch Landschaft sind einfach gigantisch und können nur jämmerlich durch photographische Aufnahmen widergegeben werden. Hinfahren lohnt sich!

Wahnsinn, der blanke

Wahnsinn, der blanke

Paddeln ohne Worte

Paddeln ohne Worte

Land und Leute sind garantiert original. So auch der Tankwart an der urigen Moppedtränke, der einem den Reitwagen freundlich aber bestimmt mit dem Glimmstengel im Mundwinkel volltankt.

Massey Fergusson mit Patina

Massey Fergusson mit Patina

In Castellane wurde sich dann noch ein letzter gemeinsamer Kaffee gegönnt, bevor sich Peters und meine Wege dann in Barrême wieder trennten. Ich wollte noch ein wenig auf der Route Napoleon weiterfahren, die bis Grenoble landschaftlich auch noch viel zu bieten hat.

Wie die Wale aus dem Wasser

Wie die Wale aus dem Wasser

Nach Grenoble in Richtung Lyon ging es dann leider nur noch eintönig geradeaus. Und mit dem Motorrad als Tourist in eine Stadt zu gehen, stellte sich in Lyon dann auch recht schnell als eher nervig heraus, so dass ich mich am nächsten Tage gleich auf die Autobahn Richtung Heimat schwang.

30.07.2011

Tour Tag 4

Über unbeschreiblich schöne, wahnwitzig an Felswände gekauerte Straßenverläufe ging es am vierten Tag über kurvigste Sträßchen Richtung Mittelmeer.

Einfach an den Fels geklebt

Einfach an den Fels geklebt

Dort war dann Sehen und vor allen Dingen das gesehen Werden für uns in unseren Affenkostümen garantiert, als wir direkt am Strand unsere Brotzeit neben all den Schicki-Micki-Cafes genossen.

Am Mittelmeer lässt sichs leben

Am Mittelmeer lässt sich's leben

Um im dichten Verkehr direkt an der Küste nicht den kräder- und menschenseitigen Hitzetod zu erleiden, erhoben wir uns auf einem wunderbaren Stück Asphalts in luftige Höhen.

Leider auch hier unpassende Hochhäuser.

Leider auch hier unpassende Hochhäuser.

Natürlich wissen wir, wo es lang geht. Wir halten nur an, um Fotos zu machen.

Natürlich wissen wir, wo es lang geht. Wir halten nur an, um Fotos zu machen.

Weiter ging es dann Richtung Westen, um nach einer kurzen Orientierungsphase in Grasse, auf eine fantastische Straße Richtung Draguignan zu stoßen. Das Warnschild, das einen hier vor 36 km kurvigster Landstraße warnt verspricht nicht zu viel. Ein Genuss, wie er schöner in Teer nicht gemeisselt sein könnte. Kaum eine Gerade länger als 40 m und herrlich griffige Oberfläche lassen dem Kradler das Herz höher schlagen.

Eine ähnlich hervorragende Erfahrung war kulinarischerweise unsere Unterkunft, wo es nur am geeigneten Biergenuss mangelte. Aber dem konnte durch Import aus der Schweiz und kurzerhand improvisierter Konvektionskühlung abgeholfen werden.

So macht das der Ingenieur - und der Techniker staunt

So macht das der Ingenieur - und der Techniker staunt

29.07.2011

Tour Tag 3

Start nach fürstlichem Frühstück mit dem Col D’Izoard. Hier verdienen sich mindestens zwei Fotographen ihr tägliches Brot, indem Sie von gipfelstürmenden und sich ins Tal werfenden Motorradfahrern beiderseits der Passhöhe Lichbilder schießen, um diese dann über das Internetz merkantil zu vertreiben. Eine tolle Geschäftsidee.

Nicht nur dort oben hat man nämlich eine tolle Aussicht.

Rundumblick am Col DIzoard

Rundumblick am Col D'Izoard

Auf dem Weg zum Col du Vars bot sich ein Anblick, wie er französischer sich noch stereotypischer nicht hätte ausgemalt werden können.

Bilderrätsel: Wo ist das typisch frankophile Fortbewegungsmittel?

Bilderrätsel: Wo ist das typisch frankophile Fortbewegungsmittel?

Am Col du Vars begegnet einem dann ein inzwischen ungewohntes Bild der Natur. Man ist wieder ein Mal unterhalt der Baumgrenze.

Wunderbare Natur - wenn nur diese zahllosen Fahrradfahrer nicht wären

Wunderbare Natur - wenn nur diese zahllosen Fahrradfahrer nicht wären

Aber die ist schnell überschritten wenn es für La Bonette auf über 2800 m geht.

Bei La Bonette lässt sich auf 2808 m weit blicken

Bei La Bonette lässt sich auf 2808 m weit blicken

Nach einem kurzen Besuch des Col du Lombarde war denn auch ein Nachtlager von Nöten.

Grenze Italien-Frankreich - Mal wieder

Grenze Italien-Frankreich - Mal wieder

So eines wurde in St. Sauvers dann auch gefunden, wenn auch die Anmutung der Unterkunft für deutsche Touristen etwas mehr als gewöhnungsbedürftigen Landhausstil versprüht.

Tür - Check.

Tür - Check.

Vorhänge - Check

Vorhänge - Check

Moppeds im Hof neben Mulltonnen - Check

Moppeds im Hof neben Mülltonnen - Check

Weißbrot zu jeder erdenklichen Tageszeit - Check

Weißbrot zu jeder erdenklichen Tageszeit - Check

28.07.2011

Urlaub Tag 2

Einen guten Einstieg in den Tag bietet so eine Überquerung des großen St. Bernhard-Passes natürlich immer.

Mit Blick auf den See

Mit Blick auf den See

Und kann mit der Passage des kleinen St. Bernhard natürlich nur verbessert werden.

An der Grenze zu Frankreich. Hier zum ersten Mal.

An der Grenze zu Frankreich. Hier zum ersten Mal.

Um den Schwung nicht zu verlieren hält man natürlich nur kurz am Col de L’Iseran an.

Peter zeigt gerade die Temperatur in der geeigneten Millimeter-Skala an.

Peter zeigt gerade die Temperatur in der geeigneten Millimeter-Skala an.

Wenigstens am Lac du Mont Cenis kann aber auch der motovierteste Kurvenjäger nicht anders, als innezuhalten, um sich der Wunder der Natur gewahr zu werden.

SV vor traumhafter Kulisse

SV vor traumhafter Kulisse

Und wieder war ein ereignis- und kurvenreicher Tag viel zu bald am Ende und wurde mit exqusitem Abendmahl in Susa gefeiert. Hier gab es auch die frischeste und kundenfreundlichste Art der Knoblauchdosierung, wie, man sie sich in der Welt der Gastronomie nur wünschen kann: Knoblauchzehe + Messer = Hochgenuss.

27.07.2011

Urlaub Tag 1

Nachdem das Renntraining des Vortages knitterfrei passenderweise an einem vorbeiraste, war die erste Hausnummer für Tag 1 der geplante Treffpunkt Andermatt mit Peter. Gewählt wurde hier eine Kombination der Strecke, die gemischte Gefühle verursachte. Der sehr unterhaltsame Beginn der Tour über landsträßliches Geläuf in Deutschland wurde leider jäh durch die Monotonie im Tal liegender schweizerischer Landstraßen überschattet. Durchgehende Beschränkung der Strecke auf 60 km/h und eine Bebauung, die doch stark an heruntergekommene Ecken in den USA erinnert, zehren doch gar sehr an der Motorradfahrerseele. Doch der Lichtblick nahte mit dem Glaubüelenpass. Ausbauzu- und Befahrzustand dieser Straße erlaubten wunderbare Kommunikation mit dem Asphalt, die nur annähernd so unterhaltsam wie das Gespräch mit dem schweizer Familienvater war, der Momente zuvor noch einen 325i Kombinationskraftwagen dazu benutzte, gerade seine Ehegattin in Angst und Schrecken zu versetzen.

Nach dem Warmfahren ging es dann mit dem Sustenpass zum ersten Mal wirklich alpin zur Sache. Leider kann man nur unzureichend in Worte fassen, was hier in Sachen Landschaft und Kurven geboten wird. So viel jedenfalls, dass der Zeitdruck zum rechtzeitigen Treffen mit Peter eher in den Hintergrund rückte. Man mag einfach nicht vom Reitwagen absteigen.

Getroffen und getankt ging es dann weiter über den Furkapass in Richtung Westen, wo sich leider außer einem kurzen Abstecher auf den Grimselpass nicht mehr viel fahrerische Faszination bis zum Aufschlagen den Nachtlagers in Aletsch bot.

Blick auf den westlichen im Tal ankommenden Teil des Furkapasses

Blick auf den westlichen im Tal ankommenden Teil des Furkapasses

Umso mehr begeisterten dort andere touristische Qualitäten.

Wird in einschlägiger Literatur immer als modernes Fremdenzimmer verkauft.

Wird in einschlägiger Literatur immer als modernes Fremdenzimmer verkauft.

Eine Türaufschrift, die unter deutschen Frauenrechtlerinnen wohl zu Missmut führen dürfte.

Eine Türaufschrift, die unter deutschen Frauenrechtlerinnen wohl zu Missmut führen dürfte.

Die leidliche Frage, wie sich denn der optimale Beginn eines wahren Motorrad Traum-Urlaubes gestaltete, ist für den wahrhaft bekloppten sicherlich schnell beantwortet. Man fährt natürlich mit anderen Verrückten so lange um die Wette im Kreise, bis die Reifen um Gnade winseln und gummipopelwerfend ihrer Begeisterung Ausdruck verleihen.

Das zeugt von wahrer Anhaftungskraft.

Das zeugt von wahrer Anhaftungskraft.

Um aber auf geschlossenem Geläuf wirklich seine Freude beim Am-Kabel-Ziehen haben zu können steht dem geneigten Hobby-Bradl aber ein wenig Vorbereitung ins Haus, welches das optische Erscheinungsbild des verehrten Krades nachhaltig ins dramatische abrutschen lässt.

Die Rolle schwarzen Klebebandes war unter den weniger gut Vorbereiteten ein heiß begehrtes Auleihobjekt.

Die Rolle schwarzen Klebebandes war unter den weniger gut Vorbereiteten ein heiß begehrtes Ausleihobjekt.

Nachdem den geneigten Leser wahrscheinlich eher wenig Lesegenuss ob des Authors Erfahrungen befallen wird, hier noch einige Impressionen vom Krad-Gucken.

Eine wunderbar aufbereitete 1100er Sport

Eine wunderbar aufbereitete 1100er Sport

Die Kuh im Kies ist natürlich annähernd eine kakophonische Katastrophe.

Die Kuh im Kies ist natürlich annähernd eine kakophonische Katastrophe.

Wie üblich, muss natürlich das blecherne Behältnis eines mehr oder minder hofenhaltigen Getränkes herhalten.

Wie üblich, muss das blecherne Behältnis eines mehr oder minder hopfenhaltigen Getränkes herhalten.

Wer kennt es nicht das Problem. Die Karre wird vom Hersteller völlig am Kundenwunsch vorbei entwickelt und auf solche Nebensächlichkeiten wie die Einhaltung von Abgasverhalten und Geräuschemissionsvorschriften getrimmt.

Aber Abhilfe naht. Eine interessante Alternative zum berühmt berüchtigten Power Commander wird im deutschsprachigen Raum von Mathias Fricker angeboten: www.mad-d.ch

Mathias war so nett, mir einen Plug’n'Play Kabelbaum für die SV anzufertigen. So waren nur noch das Abgreifen des Geschwindigkeitssignals und die Spannungsversorgung mit einem gesicherten 12V-Kreis für den Einbau zu erledigen.

Das Geschwindigkeitssignal kann sehr einfach an diesem Stecker vom schwarzen Kabel mit Hilfe der Posi-Taps ‘geklaut’ werden.

Geschwindigkeitssignal unter dem Tank abgreifen: Schwarzes Kabel.

Geschwindigkeitssignal unter dem Tank abgreifen: Schwarzes Kabel.

Hallo an alle Freunde der leichten und motorisierten Unterhaltung,

den eingefleischten Lesern dieser bescheidenen Ansammlung von unterhaltsamen Texten wird es bereits unangenehm aufgefallen sein, dass nun schon längere Zeit keine neuen Inhalte bereitgestellt wurden.

An technischen Themen hat es den Sommer über gemangelt, da ich es in der ’sonnenreichen’ Zeit des Jahres vorziehe zu fahren anstatt zu schrauben.

Deshalb an dieser Stelle ein paar Impressionen aus der heurigen Saison. Höhepunkte waren zwei schöne Touren in und durch die Alpen. Wobei aufgrund eines wegen Schneefalls gesperrten Timmelsjoches im Mai zur frühzeitigen Heimreise anstiftete.

Wunderbarer Ausblick von der Einfahrt zum Timmelsjoch.

Wunderbarer Ausblick von der Einfahrt zum Timmelsjoch.

18.04.2010

Die SV-Story

In einer ruhigen Minute des verschneiten Märzbeginnes 2010, in der Herr Mörike leider noch nicht
flattern kann, beginne ich nun die über den Winter durchgeführten Arbeiten an meiner SV1000S Bj.2004
für die Nachwelt festzuhalten.
Um bei dieser Maschine den Motor auszubauen sind ein paar spezielle Schlüssel notwendig, die mir aber
durch mechanische Fertigung eines süddeutschen Premiumfahrzeugherstellers Zeit- und Kostengünstig zur
Verfügung gestellt werden konnten. Mit Hilfe dieser sogenannten Schubeinsteller war der Ausbau dann
auch entsprechend einfach. Mal abgesehen von der Inkompatibilität der Zugänglichkeits- sowie
Wartungsfreundlichkeitsanalyse japanischer Ingenieure und teutonischer Schrauberhände. Und wer zur
Hölle verbaut sonst noch Schrauben mit 23er Schlüssel?
Motor draussen – Motor auseinander. Ist auch mit dem normalen Werkzeugkasten zu erledigen, sogar
einfacher als der eigentliche Ausbau. Nach der eingängigen Analyse durch gewisse Koryphäen erfolgte
simultan zur Kontaktaufnahme mit dem Vertreiber eines gewissen Zusatzsteuergerätes die
Brannraumbearbeitung. Diese sowie die Kolbenböden wurden mit Hilfe eines Kleinschleifgerätes eines
namhaften Herstellers und der dazugehörigen flexiblen Welle von ihrer Guss- respektive im Falle der
Kolben erstaunlich rauhen Schmiedeoberfläche befreit, ein paar ungünstige Kanten entfernt und auf
metallisch glänzende Oberfläche gebracht. Natürlich wurden auch Ein- und Auslasskanäle von Gusshaut und
Graten entfernt, um Frisch- und Abgas nicht am strömen zu hindern.
Das Vermessen der Quetschkante am offenen Motor offenbarte einiges an Potential für die Gemischbewegung
im Brennraum. So wurde die Quetschkante von der Motorenistandsetzung Ganslmaier mit x,x mm gemessen.
Das war zu viel. Also runterfräsen auf 0,9 mm. Weil die Jungs gleich dabei waren, durften sie das böse
Sekundärluftsystem zuschweißen und die Ventilsitze neu einschleifen.
Nun ging es eigentlich nur noch um den Zusammenbau des ganzen.
Motor zusammen und rein in den Rahmen. Hier sei dem netter Helfer mit den Geheimratsecken gedankt.
Größere Schwierigkeiten bereitete das Beschaffen von geeigneten Einschweißmuffen für die neuen
Breitband-Lambda-Sonden und eines entsprechenden Stopfens zum Verschließen des nun obsoleten Loches der
alten Lambda-Sonde. Auch dieses konnte glücklicherweise wieder äußerst aufwandsneutral durch gewisse
mechanische Barbeitung erfolgen.

In einer ruhigen Minute des verschneiten Märzbeginnes 2010, in der Herr Mörike leider noch nicht flattern kann, beginne ich nun die über den Winter durchgeführten Arbeiten an meiner SV1000S Bj.2003 für die Nachwelt festzuhalten.

Puzzle für Anfänger

Puzzle für Anfänger

Um bei dieser Maschine den Motor auszubauen sind ein paar spezielle Schlüssel notwendig, die mir aber durch eine gewisse mechanische Fertigung zeit- und kostengünstig zur Verfügung gestellt werden konnten. Mit Hilfe dieser sogenannten Schubeinsteller-Sicherungsmutter-Schlüssel war der Ausbau dann auch entsprechend einfach. Mal abgesehen von der Inkompatibilität der Zugänglichkeits- sowie Wartungsfreundlichkeitsanalyse japanischer Ingenieure und teutonischer Schrauberhände. Und wer zur Hölle verbaut sonst noch Schrauben mit 23er Schlüssel?

Im kürzesten Monat auch des Jahres 2010 ergaben sich drei Gelegenheiten in denen sich das Gedächtnis auf erschreckend bekannte Weise zurückmeldete.

Die Folgen der Wirtschaftskrise waren und sind nämlich noch immer deutlich sichtbar:

Erschreckend: Schatzgrabungen am WTM!

Erschreckend: Schatzgrabungen am WTM!

Mitunter cineastische Analogien ergaben sich bei den alltäglichsten Begebenheiten:

Unter Wölfen

Unter Wölfen

Aber am meisten eingedenk ist doch die überaus harmonische Gestaltung dieses Ingolstädter Produktes, das durch den Namen Erinnerungen an DEN Discounter weckt:

K wie Qualität!

K wie Qualität!

Hauptsache anders und einzigartig! Einprägsam wäre auch gut. Doch nicht bei jeder Marketing-Idee ist der Erfolg vorprogrammiert.

Wissout schuga!

Wissout schuga!

14.02.2010

Total Recall

Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, als ich neulich ein Déjà vu – andere würden sagen, ein Fehler in der Matrix – hatte. Endlich wusste ich, woher mir das Lampendesign der 1200er GS bekant vorkam:

BMW holt sich gerne Design-Anleihen bei Geberit

BMW holt sich gerne Design-Anleihen bei Geberit

Vergessen Sie Nessie, global warming oder den Koriolis Effekt! Endlich sind Beweise für einen 8-Zylinder Omega aufgetaucht:

Teil-Heckmotor für bessere Gewichtsverteilung

Teil-Heckmotor für bessere Gewichtsverteilung

4.02.2010

Danke Welt!

Das erdgebundene Dasein ist ja allzu oft von einer gewissen Mühseligkeit und persönlicher Einschränkung geprägt. Allerdings sind es dann die kleinen Dinge, die den Alltag unerwarteter Weise auf höchst humoristisch-vergnügliche Art versüßen. D.h. man kann sich Mal wieder gepflegt den Arsch ablachen.

So auch heute, als es mir vergönnt war, im Opel Problemforum auf eine belebte Diskussion über das Fahren bzw. die Umrüstung mit und auf den berühmt berüchtigten Bio-Kraftstoff E85 zu stoßen:

So, ich bin von der Probefahrt zurück! Hab jetzt etwa E40 drin, ohne veränderungen… Hab auch mit dem Typen gesprochen… Der hat nen 1,6er Passat 75PS. Fährt E85, zündung 3° früh und etwas fetter… Dreht wohl noch im 3. mit den Rädern…

Ich will hier gar nicht Richter spielen und erhobenen, nackten Zeigefingers den Besserwisser von der Leine lassen, doch ringt es meinen Lippen ein gewisses Lächeln – und meinem Zwerchfell einen gepflegten Muskelkater – ab, wenn, zumindest physisch, erwachsene Menschen von solchen Begegnungen der 3. automobilen Art berichten. Ein zumeist aus Eisen-Kohlenstoff-Legierung sowie destillierten und raffinierten Petro-Produkten bestehender  und in Wolfsburg zusammengeschraubter Kasten mit vier Rädern wird durch die infernalische Leistungsausbeute des schon serienmäßig hochgezüchteten Rennsportaggregats zwar in Bewegung versetzt, doch wäre es eine impertinente Schmähung von Newtons Lehre und des gesamten Superpositionsprinzips hier von Beschleunigung zu sprechen.

So wird es verständlich, dass selbst durch wildeste Zündzeitpunktverstellungen und sonstigen Modifikationen am Hubkolbenverbrennungsmotor nicht wirklich die Leistung erreicht würde, um die Pneus dank Betrieb des Fahrzeugs mit E85 durch Verlust an Traktion in den Zustand plötzlicher Gleitreibung zu bringen.

Ich werde demnächst auch Versuchen, den Omega des Todes mit Hilfe extensiver Bachblütenbestreuung durch den ganzheitlich homöopathischen – und im besten Fall homoerotischen – Feng-Shui- und Esoterik-Berater, auf über 200PS zu bringen.

Einen ganz herzlichen Dank an Philipp, Christoph und natürlich die AMS für das Ausgraben und die Annahme dieser Anzeige.

Wahre Liebe

Wahre Liebe

Was für ein Auto!

Was für ein Auto!

Damals war Opel schon lange Premium bevor andere, gewisse südfränkische Autobauer überhaupt davon geträumt haben, Premium zu sein.

Aus der Auto Motor & Sport vom 20.12.1986

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